Was ist ein Läuferknie

Das Läuferknie, oder auch Tractussyndrom genannt, ist ein Schmerzsyndrom, das vor allem bei Läufern von Langstrecken durch eine Überbelastung des Bewegungsapparates auftritt.
Typische Symptome des Syndroms sind starke und stechende Schmerzen an der Außenseite des Kniegelenks oder am Becken. Diese treten zunächst nur beim Laufen auf, bei Nichtbehandlung später auch beim Gehen. Die Verletzung tritt allerdings nicht nur bei Läufern auf, sondern auch bei Ballsportlern, die mitten in der Saison – Vorbereitung stecken, und Radfahrern auf.
Der Verlauf des Schmerzsyndroms ist oft sehr langwierig und kann bis zu einigen Jahren dauern.

Ursachen des Läuferknies
Die tatsächlichen Ursachen für ein Läuferknie sind bis heute sind eindeutig klar.
Das Läuferknie kann zum eine durch die Reibung des sogenannten Tractus iliotibalis am äußeren Knochenvorsprung des Oberschenkelknochens über dem Kniegelenk entstehen. Infolge dessen kommt es an der Reibungsstelle zu einer Entzündung, bei der ein Schleimbeutel zwischen Faszien und Oberschenkelknochen gebildet wird. Andere gehen wiederum davon aus, dass die Faszienstränge eher einen zu starken Druck auf den Oberschenkelknochen ausüben und daher die Schmerzen auftreten.
Weitere Ursachen können Beinfehlstellungen, wie X- oder O-Beine, Beinlängenunterschiede und Drehfehlstellungen in der Hüfte oder im Knie sein. Auch die Fußstellung könnte beim Läuferknie einen entscheidenden Einfluss haben. Des Weiteren können auf der einen Seite zu schwache Muskeln, auf der anderen Seite aber auch Muskelverkürzungen eine wichtige Rolle spielen.
Dennoch muss man festhalten, dass die meisten Sportler die meisten dieser Symptome schon vor dem Auftreten des Schmerzes aufweisen und dennoch jahrelang ohne Beschwerden Sport treiben. Daher ist es unklar, was genau zu diesen führt.

Was kann man gegen ein Läuferknie tun?
Das Läuferknie wird fast ausschließlich konservativ behandelt. Wenn die Schmerzen akut auftreten muss zunächst die sportliche Aktivität eingeschränkt oder verändert werden, wobei dazu eine absolute Sportpause oftmals nicht sinnvoll ist. Wenn beim erneuten Training die Schmerzen allerdings erneut auftreten, muss dieses sofort wieder beendet werden. Anschließend sollte die schmerzhafte Stelle gekühlt und wenige Tage Pause gemacht werden. Neben der Kühlung helfen auch entzündungshemmende Salben, Tabletten und Krankengymnastik.
Auch ein spezielles Krafttraining der Hüft-, Rumpf- und Gesäßmuskulatur helfen dabei eventuelle Fehlstellungen des Körpers besser auszugleichen, sodass diese während dem Training keine Probleme mehr verursachen.

Im akuten Fall ist auch der Einsatz von Kinesio-Tape möglich. Hier findest du eine Anleitung zum Läuferknie tapen.
Bei Fußfehlstellungen können zudem Schuheinlagen oder das Wechseln des Schuhmodells helfen. Außerdem können bei einer Lauf – und Bewegungsanalyse ineffektive Bewegungsabläufe erkannt und behandelt werden. Bei Radfahrern können die Änderung der Sitzposition und der Fußstellung in den Pedalen weiterhelfen.

Kommentar verfassen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.